Die Au wird um einen beliebten Treffpunkt ärmer
Für Insider mag es keine Überraschung gewesen sein, für die Bevölkerung der Au aber schon: Das beliebte Restaurant „Schützenhaus“ schliesst per Ende Jahr. Seit 35 Jahren haben die Wirtsleute Jung und Alt bewirtet und haben dafür gesorgt, dass das „Schützi“ zu einem wahren Zentrum oder für sogar ein wenig Heimat geworden ist. Viele junge und auch ältere Leute haben dort eingekehrt, Freunde oder Freundinnen getroffen, ein Glas getrunken oder etwas Feines gegessen. Manche Eltern waren insbesondere in den Neunzigerjahren froh, dass ihre Kinder ins „Schützenhaus“ und nicht nach Zürich in den Ausgang gingen.
Ebenso haben viele Handwerker oder Angestellte im „Schützenhaus“ entweder den „Znüni“ oder das Mittagessen eingenommen. Manche Jasspartie hat dort an Nachmittagen stattgefunden und vor allem die Besuche des HC Davos vor oder nach den Matches waren ein Höhepunkt. Mancher Knirps hat dort eine Unterschrift des Trainers oder von Spielern ergattert. Kurz und gut: Das „Schützenhaus“ war ein beliebter Treffpunkt für alle von nah und fern. Zwar hat Corona hat seine Spuren gegenüber dem „Schützenhaus“ hinterlassen, offensichtlich hat die Nachfrage doch mehr nachgelassen als erwartet.
Kommt dazu, dass die Betreiber des Schützenhauses bereits über oder kurz vor dem Pensionsalter sind und deshalb aufhören wollen. Von dieser Warte aus ist das Vorgehen nachvollziehbar. Trotzdem: Die Au wird um einen schönen Treffpunkt ärmer und deshalb bedauert der Vorstand des Quartiervereins diesen Schritt, dies umso mehr, als keine Nachfolgelösung in Sicht ist. Auf der anderen Seite ist er eben auch verständlich. Schade ist es allemal.